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Schallschutzfenster – Aufbau, Klassen und Materialien

Ein Schallschutzfenster unterscheidet sich von einem Standardfenster durch den Glasaufbau, die Dichtungsebenen und den Rahmen. Wie viel Dämmung tatsächlich nötig ist, hängt vom Außenpegel an Ihrer Fassade ab – in Frankfurt reicht das Spektrum von ruhigen Hofwohnungen bis zu Lagen unter der Einflugschneise.

Woraus ein Schallschutzfenster besteht

Drei Bauteile bestimmen das Ergebnis:

1. Die Verglasung

Beim Schallschutz kommt es auf einen asymmetrischen Glasaufbau an: unterschiedlich dicke Scheiben verschieben die Eigenresonanzen, sodass sich Schallwellen nicht gleichmäßig übertragen. Eine akustisch wirksame Verbundfolie (PVB) im Zwischenverbund dämpft zusätzlich. Eine reine Wärmeschutzverglasung erfüllt diese Aufgabe nicht.

2. Der Rahmen

Der Rahmen muss dicht schließen und selbst dämmen. Verbreitet sind Kunststoff (PVC), Holz, Holz-Metall und Aluminium. Für hohe Anforderungen sind Mehrkammerprofile und mehrere Dichtungsebenen entscheidend, nicht allein das Material.

3. Dichtungen und Anschlüsse

Die beste Verglasung nützt nichts, wenn Dichtungen porös sind oder der Anschluss zum Mauerwerk offen steht. Bei einer Schallschutzsanierung müssen deshalb auch Rollladenkasten, Fensterbank und Anschlussfugen mitbetrachtet werden.

Schallschutzklassen nach DIN 4109

Für Fenster sind in Deutschland die Schallschutzklassen nach DIN 4109 üblich. Je höher die Klasse, desto größer das bewertete Schalldämm-Maß Rw:

KlasseRw (dB)Typische Anwendung
SSK 125–29Wohnstraßen, geringe Belastung
SSK 230–34Sammelstraßen, mäßiger Verkehr
SSK 335–39Hauptverkehrsstraßen, deutliche Belastung
SSK 440–44Autobahnnähe A3/A5
SSK 545–49Flughafenregion Frankfurt
SSK 6≥ 50Sonderfälle, höchste Anforderungen
Achtung: Welche Klasse erforderlich ist, ergibt sich aus Außenpegel, Raumnutzung und Gebäude. Die Einstufung und die technische Beurteilung übernimmt der beauftragte Fachbetrieb.

Rahmenmaterialien im Vergleich

MaterialVorteileNachteile
Kunststoff (PVC)Gute Wärmedämmung, pflegeleicht, günstigBreitere Profile bei hohem Schallschutz
HolzGute Dämmung, reparierbar, natürliche OptikRegelmäßige Pflege (Anstrich), höherer Preis
Holz-MetallSehr gute Dämmung, witterungsbeständig außenHöherer Preis, aufwendigere Montage
AluminiumSchlanke Profile, langlebig, wartungsarmThermische Trennung nötig

Welches Material zu Ihrer Liegenschaft passt, hängt von Gebäude, Anforderung und Budget ab. Der Fachbetrieb berät nach der Besichtigung vor Ort.

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