Fenster und Rollladenkasten – Schallschutz für die ganze Öffnung
Ein Schallschutzfenster ist nur so gut wie seine schwächste Stelle. Der Rollladenkasten wird dabei häufig unterschätzt – durch ihn dringt Lärm oft ungehindert ein. Auch Fensterbänke und Anschlussfugen gehören zur Betrachtung.
Der Rollladenkasten als Schwachstelle
Herkömmliche Rollladenkästen sind meist nur unzureichend gedämmt. Die Gurt- oder Motoröffnung, die Revisionstür und die Verbindung zum Mauerwerk bieten dem Schall oft einen direkten Weg nach innen. Eine Schallschutzsanierung muss den Kasten deshalb einbeziehen.
Maßnahmen für schallgedämmte Rollladenkästen
- Innendämmung: Schallabsorbierende Materialien werden im Kasteninneren angebracht.
- Revisionstür abdichten: Sie muss schalltechnisch dicht abschließen.
- Gurtwicklung abdichten: Die Gurtöffnung erhält eine schallgedämmte Führung.
- Vorsatzkasten: Bei Altbauten lässt sich ein gedämmter Kasten vor der Fassade montieren.
- Elektrischer Antrieb: Er vermeidet die Gurtöffnung und verbessert die Dämmung.
Weitere Schwachstellen
- Fensterfugen: Undichte Fugen zwischen Rahmen und Mauerwerk mindern den Schallschutz erheblich.
- Fensterbänke: Außenbänke müssen vom Fenster entkoppelt sein, um Körperschall zu vermeiden.
- Laibungen: Schallharte Laibungen reflektieren den Lärm; absorbierende Materialien können helfen.
Der Fachbetrieb beurteilt bei der Besichtigung alle relevanten Bauteile und erstellt ein Gesamtkonzept für die Fensteröffnungen.